Werkzeuge
Wesentliche Methoden und Werkzeuge
Etablierte Methoden zur erfolgreichen Realisierung von Projekten.
Projektstrukturierung & Aufwandsschätzung
Zur erfolgreichen Realisierung von Projekten bedienen sich Projektleiter etablierter Methoden. Die Projektstrukturierung gewährleistet eine umfassende Übersicht über die Gesamtheit der Aufgaben.
Die Aufwandsschätzung prognostiziert den Bedarf an Personal und finanziellen Ressourcen, wobei Expertenbefragungen eine zentrale Rolle spielen.
Projektcontrolling
Im Rahmen des Projektcontrollings werden spezifische Werkzeuge eingesetzt, um einen Soll-Ist-Abgleich durchzuführen:
Meilensteintrendanalyse (MTA)
Ermöglicht Prognosen hinsichtlich der Termintreue. Meilensteine werden über die Zeit beobachtet und Trends abgeleitet, um frühzeitig Verzögerungen zu erkennen.
Earned Value Analyse (EVA)
Eine integrierte Überwachung von Kosten, Terminen und Ergebnissen. Der „Earned Value" vergleicht den geplanten mit dem tatsächlich erreichten Wert und liefert Aussagen über Kosten- und Terminabweichungen.
Multiprojektmanagement
Im Kontext des Multiprojektmanagements, das über das Einzelprojekt hinausgeht, müssen Organisationen, die in der Regel zahlreiche Projekte parallel durchführen, diese koordinieren, um Ressourcenkonflikte zu vermeiden. Hierbei greift das Multiprojektmanagement (MPM) gemäß der Normenreihe DIN 69909.
- Programme umfassen eine Menge miteinander verknüpfter Projekte, die ein gemeinsames übergeordnetes Ziel verfolgen.
- Projektportfolios stellen eine Zusammenstellung von Projekten und Programmen innerhalb eines Verantwortungsbereichs dar, die strategisch geplant und gesteuert werden.
- Das Project Management Office (PMO) nimmt eine zentrale Funktion ein: Es unterstützt und koordiniert Projekte und richtet sie an der Unternehmensstrategie aus.
Der Mensch im Projektmanagement
Trotz der Implementierung von Prozessen und Normen ist der Erfolg von Projekten maßgeblich von den beteiligten Personen abhängig. Die Projektorganisation definiert Rollen (beispielsweise Projektleiter, Auftraggeber) sowie Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten. Dabei werden verschiedene Organisationsformen wie die Matrix-, Stabs- oder reine Projektorganisation unterschieden.
Zusätzlich sind Soft Skills wie Führungskompetenz, Konfliktlösungsfähigkeit und effektive Kommunikation von entscheidender Bedeutung, um das Projektteam zu motivieren und Stakeholder einzubinden.
Ein proaktives Risikomanagement stellt eine Pflichtaufgabe dar, um Unsicherheiten frühzeitig zu identifizieren und entsprechende Gegenmaßnahmen, wie beispielsweise Risikovermeidung oder -verminderung, einzuleiten.
Fazit
Projektmanagement nach DIN-Standards bietet einen universellen und flexiblen Rahmen für Vorhaben jeglicher Größenordnung. Durch die konsequente Anwendung von Prozessmodellen und standardisierten Methoden wird eine Transparenz geschaffen, die eine frühzeitige Risikokennzeichnung ermöglicht und die termingerechte sowie budgetkonforme Projektabwicklung sicherstellt.